Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Leistungsangebot

Cristina Anghel bietet psychotherapeutische Behandlungen im Gruppen-, Einzel- und Mehrpersonensetting an. Grundlage der Behandlung ist das wissenschaftlich anerkannte Verfahren der Systemischen Psychotherapie.

Das Angebot umfasst:

  • Gruppen- und Einzeltherapie für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten in der Praxis in Freudenstadt;

  • Mehrpersonensettings, sofern deren Einbeziehung im Rahmen einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung fachlich sinnvoll oder indiziert ist;

  • Online-Psychotherapie für Selbstzahlerinnen und Selbstzahler.

Ein Mehrpersonensetting kann die zeitweise Einbeziehung einer Partnerin, eines Partners oder einer anderen wichtigen Bezugsperson umfassen. Es handelt sich dabei nicht automatisch um eine eigenständige Paar- oder Familientherapie, sondern um einen Bestandteil der Behandlung der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten.

Die Entscheidung über die Aufnahme einer Behandlung, das geeignete Behandlungssetting sowie die Häufigkeit und Dauer der Sitzungen erfolgt auf Grundlage der individuellen Situation und der psychotherapeutischen Indikation.

2. Psychotherapie über die gesetzliche Krankenkasse

Die Gruppen- und Einzeltherapie für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten findet in der Praxis in Freudenstadt statt.

Die Abrechnung erfolgt im Rahmen der vertragspsychotherapeutischen Versorgung unmittelbar mit der gesetzlichen Krankenkasse, sofern die dafür erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.

Vor Beginn einer Richtlinientherapie können insbesondere psychotherapeutische Sprechstunden, diagnostische Abklärungen und probatorische Sitzungen erforderlich sein. Soweit gesetzlich oder durch die Psychotherapie-Richtlinie vorgesehen, ist vor Beginn der Behandlung ein Antrag bei der Krankenkasse zu stellen.

Ein Anspruch auf die Aufnahme in eine Gruppen- oder Einzeltherapie entsteht nicht allein durch eine Kontaktaufnahme oder Terminvereinbarung. Voraussetzung ist, dass eine psychotherapeutische Behandlung indiziert ist, ein geeignetes Behandlungsangebot zur Verfügung steht und eine tragfähige therapeutische Zusammenarbeit möglich erscheint.

Die Behandlung kann je nach Indikation als Gruppentherapie, Einzeltherapie oder als Kombination aus Gruppen- und Einzelsitzungen erfolgen.

3. Online-Psychotherapie für Selbstzahler

Die Selbstzahler-Psychotherapie findet online per Videositzung statt.

Die Sitzungen können unmittelbar über die Website www.cristina-anghel.com gebucht werden. Die Bezahlung erfolgt über den auf der Website angegebenen Zahlungsdienstleister. Nach erfolgreicher Buchung und Zahlung erhalten Sie eine Bestätigung sowie die erforderlichen Informationen zur Terminvereinbarung und zur Teilnahme an der Videositzung.

Eine Abrechnung der online gebuchten Selbstzahler-Sitzungen mit der gesetzlichen Krankenkasse erfolgt nicht.

Privatversicherte oder Personen mit einer entsprechenden Zusatzversicherung können die Rechnung gegebenenfalls bei ihrer Versicherung einreichen. Ob und in welcher Höhe eine Erstattung erfolgt, hängt vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab. Die Klärung der Erstattungsfähigkeit obliegt der Patientin oder dem Patienten und sollte vor Beginn der Behandlung schriftlich mit der Versicherung erfolgen.

Unabhängig von einer möglichen Erstattung ist die vereinbarte Vergütung vollständig von der Patientin oder dem Patienten zu bezahlen.

4. Terminvereinbarung, Absage und Ausfallhonorar

Vereinbarte Termine sind verbindlich. Die reservierte Behandlungszeit wird ausschließlich für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten freigehalten.

Ein Termin kann bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden.

Bei einer späteren Absage oder bei Nichterscheinen kann ein Ausfallhonorar bis zur Höhe der für den Termin vereinbarten Vergütung berechnet werden, sofern der Termin nicht anderweitig vergeben werden konnte und der Ausfall nicht auf andere Weise ausgeglichen wurde.

Dies gilt auch für Termine im Rahmen einer Behandlung über die gesetzliche Krankenversicherung, da Ausfallhonorare nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Bei einer kurzfristigen Absage aus medizinischen Gründen kann der Termin kostenfrei verschoben werden, wenn ein ärztliches Attest vorgelegt wird. Über die konkrete Verlegung wird individuell eine Vereinbarung getroffen.

Für die rechtzeitige Übermittlung der Absage ist die Patientin oder der Patient verantwortlich. Die Absage soll über die in der Terminbestätigung angegebene Kontaktmöglichkeit erfolgen.

Erscheint eine Patientin oder ein Patient verspätet, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf eine Verlängerung der vereinbarten Behandlungszeit. Die Sitzung endet zum ursprünglich vereinbarten Zeitpunkt.

5. Technische Voraussetzungen für Online-Sitzungen

Für die Teilnahme an einer Online-Sitzung sind eine ausreichend stabile Internetverbindung, ein geeignetes Endgerät mit Kamera und Mikrofon sowie ein ungestörter und vertraulicher Aufenthaltsort erforderlich.

Die Patientin oder der Patient ist dafür verantwortlich, die technischen Voraussetzungen rechtzeitig zu prüfen und während der Sitzung für einen ausreichenden Schutz der eigenen Privatsphäre zu sorgen.

Kann eine Sitzung aufgrund technischer Probleme auf Seiten der Patientin oder des Patienten nicht oder nur teilweise durchgeführt werden, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Verlängerung, Ersatz oder Erstattung. Soweit möglich, wird im Einzelfall geprüft, ob eine Fortsetzung oder Verlegung sinnvoll ist.

Liegt die technische Störung im Verantwortungsbereich der Praxis oder des eingesetzten Videodienstes und kann die Sitzung deshalb nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden, wird ein Ersatztermin vereinbart oder die bereits geleistete Zahlung für die ausgefallene Sitzung erstattet.

Online-Sitzungen dürfen ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung aller Beteiligten weder aufgezeichnet noch von Dritten mitgehört oder mitverfolgt werden.

6. Vergütung und Zahlungsbedingungen für Selbstzahler

Die Höhe der Vergütung ergibt sich aus dem zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website ausgewiesenen Preis.

Die vollständige Zahlung ist Voraussetzung für die verbindliche Buchung der Online-Sitzung. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den auf der Website angegebenen Zahlungsdienstleister.

Nach erfolgter Zahlung erhalten Sie eine Buchungsbestätigung. Eine Rechnung wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ausgestellt.

Heilkundliche psychotherapeutische Leistungen sind umsatzsteuerfrei, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen des § 4 Nr. 14 UStG erfüllt sind.

Sofern im Einzelfall eine Leistung angeboten wird, die nicht unter die gesetzliche Umsatzsteuerbefreiung fällt, wird die Umsatzsteuer im ausgewiesenen Preis berücksichtigt beziehungsweise gesondert ausgewiesen.

Gesetzlich bestehende Verbraucherrechte, insbesondere ein gegebenenfalls bestehendes Widerrufsrecht bei online abgeschlossenen Verträgen, bleiben unberührt.

7. Durchführung der psychotherapeutischen Behandlung

Zu Beginn der Behandlung werden die aktuelle Situation, das Anliegen, mögliche Beschwerden und die Behandlungsziele besprochen. Soweit erforderlich, werden diagnostische Verfahren und Testungen durchgeführt.

Die psychotherapeutische Behandlung erfolgt nach anerkannten fachlichen Standards und wird individuell auf die Situation, die Ressourcen und die vereinbarten Behandlungsziele abgestimmt.

Sofern eine ergänzende ärztliche Untersuchung, Diagnostik oder Behandlung erforderlich ist, wird dies mit der Patientin oder dem Patienten besprochen. Eine psychotherapeutische Behandlung ersetzt keine notwendige somatische oder psychiatrische Abklärung und Behandlung.

Ein bestimmter therapeutischer Erfolg kann nicht zugesichert werden. Verlauf und Ergebnis einer Psychotherapie hängen von zahlreichen individuellen Faktoren ab und können nicht im Voraus garantiert werden.

Die Patientin oder der Patient ist verpflichtet, für die Behandlung wesentliche Angaben, insbesondere zu aktuellen Beschwerden, Erkrankungen, Medikamenten, anderen laufenden Behandlungen und bedeutsamen Veränderungen, wahrheitsgemäß und vollständig mitzuteilen.

8. Krisen und Notfälle

Die Praxis stellt keinen psychiatrischen, ärztlichen oder psychotherapeutischen Notfalldienst bereit. Insbesondere die Online-Terminbuchung, E-Mail-Kommunikation und Videosprechstunde sind nicht zur unmittelbaren Versorgung akuter Krisen oder Notfälle geeignet.

Bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung, akuter Suizidalität oder anderen psychiatrischen beziehungsweise medizinischen Notfällen sind unverzüglich der Rettungsdienst unter 112, die nächstgelegene psychiatrische Klinik, der ärztliche Bereitschaftsdienst oder eine andere geeignete Notfalleinrichtung zu kontaktieren.

9. Schweigepflicht und Datenschutz

Cristina Anghel unterliegt der gesetzlichen psychotherapeutischen Schweigepflicht. Die im Rahmen der Behandlung oder Kontaktaufnahme bekannt gewordenen persönlichen und gesundheitlichen Informationen werden vertraulich behandelt.

Eine Weitergabe von Informationen an Dritte erfolgt grundsätzlich nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Patientin oder des Patienten oder wenn hierfür eine gesetzliche Verpflichtung oder Berechtigung besteht.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere nach der Datenschutz-Grundverordnung. Ergänzende Informationen zur Datenverarbeitung, zu den eingesetzten technischen Dienstleistern sowie zu den Rechten der betroffenen Personen ergeben sich aus der Datenschutzerklärung auf www.cristina-anghel.com.

Für die Teilnahme an einer Gruppentherapie gelten ergänzend besondere Vertraulichkeitsregeln. Sämtliche Teilnehmenden verpflichten sich, Informationen über andere Gruppenmitglieder sowie Inhalte der Gruppensitzungen vertraulich zu behandeln und nicht an Außenstehende weiterzugeben.

10. Beendigung der Behandlung

Die psychotherapeutische Behandlung kann von der Patientin oder dem Patienten grundsätzlich beendet werden.

Cristina Anghel kann die Behandlung insbesondere dann beenden, wenn eine fachgerechte Behandlung im angebotenen Setting nicht möglich ist, die erforderliche Mitwirkung dauerhaft fehlt, das Vertrauensverhältnis erheblich beeinträchtigt ist oder eine andere Form der Versorgung fachlich erforderlich erscheint.

Soweit medizinisch und organisatorisch möglich, wird die Beendigung vorab besprochen. Bei Bedarf werden Hinweise auf geeignete weiterführende Behandlungs- oder Unterstützungsmöglichkeiten gegeben.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Zwingende gesetzliche Verbraucherschutzvorschriften bleiben unberührt.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Regelung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: Juli 2026

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